Einleitung :: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken an die Opfer des National­sozialismus

Eine Veranstaltungs­reihe in Göttingen vom 8. November 2016 bis 6. Februar 2017

Für die Seminarreihe „Was bleibt ist die Erinnerung“. Kritische Erinnerungs­arbeit der Enkel*- und Urenkel*innen-Generation ist eine Anmeldung erforderlich bis spätestens 27.10.2017 unter info@f-a-g.de oder Tel. 0551/4 36 06.
Die Seminare finden statt an drei Wochenenden im November und Dezember 2017 sowie Februar 2018 (mögliche Änderungen vorbehalten).

Bitte beachten Sie: Die Daten der einzelner Veranstaltungen können sich noch ändern und es können noch einzelne Veranstaltungen hinzukommen. Außerdem ist der Flyer, der unten heruntergeladen werden kann, eine vorläufige Vorabversion. In Kürze wird er in einer korrigierten Version vorliegen.
Sobald dieser Hinweis entfernt ist, sind alle Daten und auch der Flyer verbindlich.


Diese Veranstaltungsreihe ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Sie dürfen nicht vergessen werden.

In den Konzentrationslagern bündelte sich die nationalsozialistische Politik der Verfolgung, Entrechtung, Entwürdigung und systematischen Ermordung von Millionen Menschen. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Dieser Tag wurde zum Symbol für eine wachsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen. Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“.

Gedenken braucht mehr als einen isolierten, staatlichen Gedenktag. Darum betten wir mit unserer Veranstaltungsreihe den Tag der Befreiung von Auschwitz in seinen historisch-politischen Zusammenhang ein. Die Eckdaten 9. November (Pogromnacht 1938) und 30. Januar (Ernennung Hitlers zum Kanzler 1933) sollen an Schuld und Verantwortung der Deutschen erinnern.

Gedenken braucht einen Standpunkt. Wir müssen feststellen, dass bei der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus heute vor allem wieder die deutschen Opfer etwa von Bombenkrieg oder Vertreibungen in den Vordergrund gerückt werden. Wir, die VeranstalterInnen dieser Reihe, treten solcher und anderer Relativierung entgegen. Wir möchten Zeichen setzen: Gegen Gleichgültigkeit und Vergessen. Gegen die Verharmlosung deutscher Schuld und Verantwortung. Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft.

Erinnerung braucht Wissen. In dieser Reihe wird in öffentlichen Veranstaltungen der Opfer gedacht und durch Vorträge, Lesungen, Begegnungen mit ZeitzeugInnen, Diskussionsrunden, Theater- und Filmvorführungen, Konzerte, historische Stadtrundgänge und Führungen in KZ-Gedenkstätten eine kritische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus geführt.


Pressemitteilung des Göttinger Bündnisses „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“, 6.10.2017

Für den 10.10.2017 mobilisiert die sogenannte Volksbewegung Niedersachsen (ehem. „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“) zu einer Mahnwache mit dem Titel „Freiheit für alle Patrioten - Schluss mit linker Gesinnungsjustiz“ am Albaniplatz. Grund ist der am Morgen stattfindende Revisionsprozess gegen den Neonazi Jan-Phillip Jaennecke.

Das Göttinger Bündnis „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ ist bestürzt über die geschichtsvergessene Entscheidung der Stadt Göttingen, den historischen Ort der Bücherverbrennungen erneut den Neonazis zur Verfügung zu stellen. Ein Bündnismitglied dazu: „Es ist unerträglich, dass auch heute noch nationalistische, rassistische und vor allem offen antisemitische Parolen an diesem Ort propagiert werden dürfen.“

Das Bündnis ruft Alle dazu auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen.


Die Reihe wird organisiert von einem Bündnis, zu dem sich verschiedenste gesellschaftliche Initiativen und Einrichtungen zusammengeschlossen haben.

Nähere Informationen erhalten Sie auch beim DGB Südniedersachsen/Harz unter der Nummer 0551 / 44097.


Flyer Gedenken an die Opfer des National­sozialismusDer Flyer der Veranstaltungsreihe kann hier heruntergeladen werden.