Veranstaltungen im November 2016 :: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Veranstaltungen im November 2016

Dienstag, 8. November 2016, 19 Uhr
Literarisches Zentrum, Düstere Str. 20, Göttingen

Deborah Feldman: „Unorthodox“

Vorverkauf 7/9 €, Abendkasse 8/10 €

Gespräch zwischen der Autorin Deborah Feldman und dem Amerikanisten Andrew Gross. Aus der deutschen Übersetzung liest die Schauspielerin Imme Beccard

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. und dem Literarisches Zentrum

Der auto­biografische Roman „Unorthodox“ erzählt die Lebens­geschichte der Autorin, die in der ultra­orthodoxen jüdischen Satmar-Gemeinde in New York aufwuchs. Schonungs­los ehrlich und mit scharfem Verstand berichtet Feldman von ihrem Leidens­weg und beschreibt den emotionalen Befreiungs­prozess einer jungen Frau aus tiefer Einsamkeit und Angst hin zu selbst­bestimmtem Denken und Fühlen.

Mittwoch, 9. November, 18 Uhr
Mahnmal am Platz der Synagoge, Göttingen

... kommt nicht mehr. Vom Verschwinden der Juden aus Göttinger Schulen
Gedenkstunde zur Reichspogromnacht in Göttingen

Gestaltung und Musik: Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums,
angeleitet von Andreas Fritz, Emanuel Goscinski und Frauke Simon

Veranstaltet von der Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammen­arbeit e.V. und der Stadt Göttingen

Von 1933 an sind jüdische SchülerInnen und Lehrkräfte nach und nach aus Göttinger Schulen verschwunden, oft von einem Tag auf den andern. Aus welchen Gründen und auf welchen Wegen das geschah, dem haben SchülerInnen des Max-Planck-Gymnasiums im Rahmen eines Geschichts-Projekts nachgespürt. Die Gedenk­stunde wird an die betroffenen Menschen erinnern und der Frage nach­gehen, wie ihr Verschwinden uns heute zur Mahnung werden kann.

Mittwoch, 9. November 2016, ca. 19.30 Uhr (nach der Veranstaltung am Mahnmal der ehemaligen Synagoge)
Begegnungszentrum Löwenstein, Rote Straße 28, Göttingen

Lange Nacht der Erinnerung; „Todleben. Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit“

Veranstaltet von Jüdisches Lehrhaus e.V.

Gabriela und Uwe von Seltmann lesen aus „Todleben. Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit“. Uwe von Seltmann geht der Familien­geschichte seiner polnischen Ehefrau nach und berichtet vom Schicksal ihres Großvaters, der ins KZ Auschwitz verschleppt und dort ermordet wurde, während sein eigener Großvater eine SS-Uniform trug.

Freitag, 11. November 2016, 18.30 Uhr (Einlass 18.00 Uhr)
Ehemaliges Kommandanturgebäude, Lange Str. 32, Moringen

Das Jugend­konzentrations­lager und der spätere Vernichtungsort Uckermark — ein Einblick

Vortrag mit Anja Becker und einer weiteren Referentin der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Ucker­mark e.V.

Veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Moringen

Das ehemalige Konzentrationslager für weibliche Jugendliche und der spätere Vernichtungsort Uckermark zählen zu den vergessenen Lagern des Nationalsozialismus. Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark arbeitet seit über 10 Jahren daran, die Geschichte des Lagers zu erforschen, Kontakt zu Über­lebenden zu suchen und zu erhalten und in Abstimmung mit diesen auf dem Gelände einen würdigen Gedenkort zu gestalten. Ferner sollen eine anti­faschistische Erinnerungs­kultur gestärkt und staatliche Erinnerungs­praxen kritisch hinter­fragt werden. Mit ihrem Vortrag wollen die Referent­innen einen Einblick in die Geschichte der beiden Lager geben und die Arbeit der Initiative vorstellen.

Samstag, 12. November 2016, 11 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Mühlenanger, Northeim

Busfahrten zu Stätten von Zwangsarbeit im NS im Landkreis Northeim — Fahrt 1:

Östlicher Teil des Landkreises Northeim

Mit Günther Siedbürger

Dauer: ca. sechs Stunden

Abfahrt: Northeim, Parkplatz Mühlenanger

Kosten: 5 €

Veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Moringen und gefördert vom LAP des Land­kreises Nort­heim.

Eine Kooperation mit dem Ausstellungsprojekt „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

Fahrtziele werden voraussichtlich u.a. Northeim, Salzderhelden, Kreiensen, Bad Gandersheim und Echte sein. Inhaltlich wird es u.a. um Zwangsarbeit im Eisenbahn­bereich, in der Rüstungs­industrie, im städtischen Handel und in der Landwirtschaft sowie um ein Außen­kommando des KZ Buchenwald gehen.
In der KZ-Gedenk­stätte Moringen wird es eine Gesprächs­pause mit Kaffee und Kuchen (wird gestellt) geben. An einzelnen Stationen werden eventuell Wege zu Fuß zurück­gelegt.

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Dienstag, 15. November, 19.30 Uhr
Theologicum, Raum T O1, Platz der Göttinger Sieben 2, Göttingen

„Wie die Anderen ihre Geschichte erzählen“ — Ein israelisch-palästinensisches Schulbuchprojekt

Vortrag von Dr. Achim Rohde

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­rbeit e.V. in Kooperation mit der Ökumenischen Friedens­dekade

„Wie sollen sich Israelis und Palästi­nenser verständigen, wenn sie von völlig verschiedenen Lesarten ihrer Geschichte ausgehen? Zunächst einmal müssten sie doch das Narrativ des Anderen zur Kenntnis nehmen“ Auf diesem Gedanken beruht das Projekt des israelisch-palästi­nen­sischen Schulbuchs, das vom israelischen Psychologen Dan Bar On und dem palästinen­sischen Erziehungs­wissen­schaftler Sami Adwan zusammen mit israelischen und palästi­nen­sischen Lehr­kräften entwickelt wurde.

Dr. Achim Rhode war zur Zeit der Ent­tehung beratender Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut für inter­nationale Schul­buch­forschung.

Sonntag, 20. November, 14 Uhr
Jüdische Gemeinde, Angerstraße 14, Göttingen

„Und möchte den Himmel mit Händen fassen“

Lyrik und Prosa von Selma Merbaum (1924 – 1942) und Lili Grün (1904 – 1942)

Rezitation: Petra Pape und Carmen Barann

Musik: Mechthild Schäfer (Klavier) und Martin Tschoepe (Kontrabass)

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit e.V. in Kooperation mit dem Kultur­café der Jüdischen Gemeinde Göttingen

Gedichte und Erzählungen von Selma Merbaum und Lili Grün kann man kaum lesen, ohne dass das grausame Schicksal der beiden jungen jüdischen Frauen mit­schwingt.
Ihre Gedichte und Texte zeugen jedoch von einer Lebens­freude voller Humor und Neugier, die noch heute mitreißt, mal fröhlich und mal nach­denklich, mal ernst und mal gefühlvoll.

Samstag, 26. November 2016, 11 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Graftplatz, Uslar

Busfahrten zu Stätten von Zwangsarbeit im NS im Landkreis Northeim — Fahrt 2:

Westlicher Teil des Landkreises Northeim

Mit Günther Siedbürger

Dauer: ca. sechs Stunden

Abfahrt: Uslar, Parkplatz Graftplatz

Kosten: 5 €

Veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Moringen und gefördert vom LAP des Land­kreises Nort­heim.

Eine Kooperation mit dem Ausstellungsprojekt „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“

Fahrtziele werden voraussichtlich u.a. Uslar, Dassel, Einbeck, Moringen, Volpriehausen und Hardegsen sein. Inhaltlich wird es u.a. um Zwangs­arbeit in der Land­wirt­schaft, in der Rüstungs­industrie, für reichseigene Unter­nehmen und von Insassen eines Konzentrations­lagers gehen.
Unterwegs ist eine Kaffeepause vorgesehen. Bitte bringen Sie Ihre (warmen) Getränke mit. Für Kuchen wird gesorgt. An einzelnen Stationen werden eventuell Wege zu Fuß zurück­gelegt.

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