Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Eine Veranstaltungsreihe in Göttingen vom 5. November 2021 bis 30. Januar 2022

Dezember 2021

Mittwoch, 01.12.2021, 19.00 Uhr
Kino Lumière, Geismar Landstr. 19, 37083 Göttingen

Der letzte Jolly Boy

Film und Gespräch mit Regisseur Hans-Erich Viet

Veranstaltet von: DGB Kreis­verband Göttingen mit KZ-Gedenk­stätte Moringen, in Kooperation mit dem 42. Euro­päischen Film­festival

Der Film „Der letzte Jolly Boy“ wird wie geplant am Mittwoch 1.12.2021 um 19 Uhr im Kino Lumière, Geismar Landstr. 19, Göttingen, gezeigt, dort gilt 2G+ (Geimpft oder Genesen und negativ getestet).
Wer aufgrund der hohen Infektionszahlen nicht ins Kino kommen möchte, kann den Film am Mittwoch exklusiv ab 19:30 Uhr über youtube streamen. Der Link wird nach Anmeldung unter anmeldungen-snh@dgb.de zugesandt.
Das anschließende Gespräch mit Regisseur Hans-Erich Viet findet ab etwa 21:30 Uhr über die Videokonferenzplattform Microsoft Teams statt. Auch hierfür ist eine Anmeldung notwendig.

Als dokumentarischen Roadmovie erzählt Regisseur Hans-Erich Viet einfühlsam die Geschichte Leon Schwarzbaums. Erst im hohen Alter beginnt dieser öffentlich über sein Überleben der Shoah zu sprechen und an Orte seiner Vergangen­heit zu reisen. Dabei entstehen in Begegnungen am Geburtsort, beim Prozess gegen KZ-Aufseher oder in einer prominenten Talk-TV-Show intensive und hinter­gründige Dialoge: über Damals und Heute, über Erinnerung und deren Bedeutung in der Gegenwart. Dem Charme und der Geschichte des letzten „Jolly Boy“ kann sich niemand entziehen.

Im Anschluss an den Film spricht Dr. Dietmar Sedlaczek mit Regisseur Hans-Erich Viet.

Weitere Informationen unter: filmfest-goettingen.de.

Dienstag, 07.12.2021, 19.00 Uhr
Online

Antisemitische Verschwörungs­geschichten in der Pandemie

Vortrag und Diskussion

Veranstaltet von femko

Diese Veranstaltung findet online statt und wird über Zoom übertragen:
https://us06web.zoom.us/j/84489330254
Meeting ID: 844 8933 0254
Telefonische Teilnahme: +49 69 7104 9922

Im Laufe der Pandemie wurden im Kontext der sog. Querdenken-Bewegung Erzählungen von einer welt­weiten Verschwörung immer offener verbreitet. Wie neue und alte anti­semitische Verschwörungs­ideologien im Kontext von Covid-19 wirken und wie auch die Verharmlosung der national­sozialistischen Verbrechen mit dem Denken der vermeintlich Wider­ständigen zusammenhängt, soll Thema des Vortrags sein.

Anhand konkreter Vorfälle aus der Arbeit von RIAS (Recherche- und Informations­stelle Anti­semitismus) Nieder­sachsen wird gezeigt, wie sich Anti­semitismus im Kontext der Covid-19-Pandemie darstellt und welche Bedürfnisse sich hinter den Motiven verbergen.

Mittwoch, 08.12.2021, 16.30 Uhr
KZ-Gedenk­stätte Moringen, Lange Str. 58, 37186 Moringen

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern

Veranstaltet von: KZ-Gedenk­stätte Moringen

Eine Anmeldung unter info@gedenkstaette-moringen.de oder Tel: 05554 / 2520 mit Namen, Adresse und Telefonnummer notwendig ist. Im Gebäude gilt die Pflicht eine medizinische Maske zu tragen, weiterhin gilt das Abstandsgebot.

Ankündigung siehe 10.11.2021.

ABGESAGT:   Freitag, 10.12.2021, 19.00 Uhr
Kirche der Ev.-Reformierten Gemeinde, Untere Karspüle 11, 37073 Göttingen

Uns erreichte die traurige Nachricht, dass Paula Quast im August überraschend verstorben ist. Wir sind sehr traurig, dass wir sie nicht mehr kennenlernen und live erleben durften.


„ … sie sprechen von mir nur leise.“ (Mascha Kaléko)

Veranstaltet von: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit e.V. in Kooperation mit der Reformierten Gemeinde Göttingen

Ein lyrisch-musikalisches Portrait, dargeboten von der Schau­spielerin Paula Quast und der Cellistin Krischa Weber als Hommage an die jüdische Literatin Mascha Kaléko.

Paula Quast spricht die Gedichte von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Die Musikerin Krischa Weber lässt mit ihren Improvisationen die Melancholie hörbar werden, welche die Werke umgeben, überdeckt aber nicht die für Kaléko ebenfalls typische lebens­bejahende Ironie.

Mittwoch, 15.12.2021, 19.00 Uhr
Holbornsches Haus, Rote Str. 34, 37073 Göttingen

Zur aktuellen Wiederaufnahme des Historikerstreits

Vortrag und Diskussion mit Steffen Klävers

Veranstaltet von f_act

Sollte die Veranstaltung aufgrund der pandemischen Situation nicht vor Ort statt­finden können, wird es einen Podcast geben. Diesen findet ihr unter fact.noblogs.org.

Im letzten Jahr ent­flammte eine breit geführte Debatte zum anti­semitischen Gehalt der Aussagen des post­kolonialen Theoretikers Achille Mbembe. Auch führten sowohl die deutsch­sprachige Über­setzung des Buches „Multi­direktionale Erinnerung“ des Literatur­wissenschaftlers Michael Rothberg als auch der Aufsatz „Der Katechismus der Deutschen“ des Genozid­forschers A. Dirk Moses zu einer neuen Diskussion um die Singularität des Holocaust, die vereinzelt als „Historiker­streit 2.0“ bezeichnet wird. Steffen Klävers ist Anti­semitismus­forscher. Er wird in dieser Veranstaltung zum Verhältnis von post­kolonialer Theorie und Holocaust­forschung sprechen und den Bezug zur aktuellen Debatte herstellen. Im Anschluss gibt es Raum für eine Diskussion.

Donnerstag, 16.12.2021, 17.00 Uhr
Neues Rathaus, Hiroshima­platz 1-4, 37083 Göttingen

Ignorierter Völkermord: Der Genozid an den Roma in Belarus 1941–1944

Ausstellungseröffnung

Veranstaltet vom Roma Center e.V.

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion begann auch die Vernichtung der sowjetischen Roma. Der Genozid der deutschen Besatzer an den Roma ist dabei weder im kollektiven Gedächtnis der bela­russischen noch der deutschen Bevölkerung verankert. Die Ausstellung „Ignorierter Völker­mord“ spiegelt die Erinnerung der Zeit­zeug_innen an die Verbrechen, enthält historische Überblicks­texte zum Völker­mord, seiner Aufarbeitung und zum Thema Rassismus gegen Roma. Thematisiert werden Über­lebens­strategien und Widerstand, Reaktionen der Mehr­heits­bevölkerung und Erinnerungs­politik.

Die Ausstellung beginnt am 16.12.2021 mit einer Eröffnungs­veranstaltung und ist bis zum 27.01.2022 im Foyer des Neuen Rathauses während seiner Öffnungs­zeiten zu sehen.

Freitag, 17.12.2021, 15.00 Uhr
KZ-Gedenk­stätte Moringen, Lange Str. 58, 37186 Moringen

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern

Veranstaltet von: KZ-Gedenk­stätte Moringen

Eine Anmeldung unter info@gedenkstaette-moringen.de oder Tel: 05554 / 2520 mit Namen, Adresse und Telefonnummer notwendig ist. Im Gebäude gilt die Pflicht eine medizinische Maske zu tragen, weiterhin gilt das Abstandsgebot.

Ankündigung siehe 10.11.2021.